Women Empowerment Programme - Hilfe zur Selbsthilfe

 Wir unterstützen rund 65 ständige Teilnehmerinnen

 

In den Frauengruppen der abgelegenen Bezirke Bulyantete und Mayindo trifft man auf bemerkenswerte Menschen. Mit viel Demut, Energie, Freude und Geschick bewältigen sie ihren zum Teil harten Alltag. Das ringt höchsten Respekt ab. Sie leben mit ihren Kindern im Hinterland des Buikwe District und müssen oft lange Fußmärsche auf sich nehmen, um Lebensmittel oder Medikamente zu bekommen. Unter anderem deshalb bewirtschaften sie ihre eigenen kleinen Felder und ernten zum Beispiel Süßkartoffeln, Zuckerrohr, Mais, Bohnen, Bananen, Maniok oder Erdnüsse.

Auf dieser Seite erhaltet ihr einen Einblick in aktuelle Hilfsmaßnahmen für diese Frauengruppen, Informationen über mittel- und langfristige Projekte  sowie bereits abgeschlossene Unterstützung. 

Frauen aus Bulyantete bei einer Mahlzeit

Matratzen, Moskitonetze und Decken - Aktuelle Hilfsmaßnahmen

Unsere Hilfe kommt an! Zeitnah und sichtbar.

Wir hatten ein konkretes Spendenziel im Rahmen unseres Charity-Events Kick it for Uganda am 06. August und here we go: Unser großartiger Partner hat den Teilnehmerinnen unserer Women Empowerment Gruppen nur eine Woche später 85 (!) Matratzen, Moskitonetze und Decken übergeben. Ein kleiner Traum, der für viele wahr wird. Großartig. Wir freuen uns mit Ihnen.

Große Freude
Image
Grenzenlose Dankbarkeit
Neue Perspektiven
Transport - Uganda like

Schulungen

Regelmäßig können die Teilnehmerinnen verschiedene praxisnahe Schulungen besuchen. Gemeinsam mit unserem ugandischen Partner identifizieren sie aktuelle Bedarfe. Thematisch geht es unter anderem um: Unternehmertum, Sicherheit, Gesundheit, Kinderschutz und Sensibilisierung, Seifenherstellung, Schneidern, Finanzwissen, Stricken von Pullovern, beste landwirtschaftliche Praktiken auf kleinem Raum.

Dabei entwickeln sie eigene Geschäftsideen, um nachhaltige Einkommensquellen zu schaffen. Diese sogenannten IGA’s (Income Generating Activity) dienen zur Deckung der Grundbedürfnisse und zur Ausbildung der nicht geförderten Kinder in ihrem Haushalt.

Der Krieg in der Ukraine führt zu einer hohen Inflation und Lebensmittelknappheit. Wie viele Länder Afrikas ist auch Uganda nicht zuletzt von Weizenexporten abhängig. Unsere Angebote helfen ein wenig dabei, trotz steigender Preise etwas unabhängiger und autarker zu agieren.

Schulungen für junge Frauen im November 2021
Girls Get Skills im Dezember 2021

Creative Learning Center - Orte für Begegnung, Bildung und Kreativität

Ganz besonders stärken wir die Frauen mit dem Bau zweier Creative Learning Center (CLC). Die Gebäude sind unter der Leitung unseres Partners vor Ort konstruiert und errichtet worden. Die Bauzeit fiel in eine Phase, in der Uganda arg durch COVID und politische Querelen gebeutelt war. Das ist zum Teil bis heute so. Zudem leidet gerade das ländliche Uganda im Zuge des Ukraine-Krieges enorm an inflationären Preiserhöhungen.

Mit den Creative Learning Centern wird es zukünftig zentrale und auf solidem Grund errichtete Anlaufstellen geben, an dem sich die Frauengruppen in Mayindo und Bulyantete treffen, austauschen und weiterbilden können.

Neben Raum zur freien Entfaltung, traditionellem Tanz und Entspannung sollen unter anderem Angebote in den Bereichen Kunsthandwerk, Schneidern/Nähen oder Englisch lernen angeboten werden. Ebenso Fortbildungen rund um Themen wie Medical Care, Hygiene oder Familienplanung.

Bis Mitte 2023 möchten wir diese Gebäude nun entsprechend einrichten. Dazu gehört zum Beispiel der Kauf von Tischen, Stühlen/Hockern, Tafeln, Näh- und Strickmaschinen, Materialien für das Schneidern, Computern und andere Dinge.

Vor dem Bau haben sich die Gruppen oft in einfachen Bretterverschläge verabredet. Diese alten Treffpunkte wurden Opfer von Regen und Erosion.

Das Creative Learning Center in Mayindo im Juni 2021
Bau des Creative Learning Centers für Bulyantete
Granitgravierung anlässlich des Baus des Creative Learning Centers
Wichtige Hilfe für besondere Frauen

Brunnen, Nähmaschinen und Soforthilfen in Corona-Zeiten

- Januar/Februar 2020. Zu Beginn des Jahres wurde ein Trinkwasserbrunnen errichtet.
 
- Mit vier durch uns finanzierte Nähmaschinen produzieren die Frauen Kleidung für sich selbst und nähen Schuluniformen für eine umliegende Schule.
 
- August/September 2020. Wir haben 2.000 Euro an Corona-Soforthilfe gesandt. Dadurch wurden Masken, Medizin und Hygieneartikel beschafft.
 
- Juni 2021. Erneut versorgt unser Partner - ausgestattet mit einer Sondergenehmigung - unsere Projektteilnehmerinnen während des strikten Lockdowns mit Hygiene- und Nahrungsmitteln, Masken und mehr.
Wir konnten die Gruppen unter anderem mit Nähmaschinen unterstützen
Damit werden zum Beispiel Schuluniformen genäht

2014 - Wie alles begann

Im Rahmen eines Freiwilligenprogramms stand Hopeline Germany Gründer Jens Hirschfeld 2014 zusammen mit den Frauen hart arbeitend in den von ihnen bewirtschafteten Feldern. Er hat 10l Wasser-Kanister, Steine für den Bau eines Brunnens oder Holz für den Bau eines Hühnerstalls über lange Strecken geschleppt. Dabei wurde ihm schnell klar, mit wie viel Anstrengung jeder Tag bestritten wird, um sich und seinen Familien eine Existenzgrundlage zu verschaffen.

Jens versuchte sich zudem in ihrer bewundernswerten Kunst des Flechtens, kochte gemeinsam mit den Gruppen, lehrte etwas Englisch und beantwortete Fragen zu seinem Leben in Europa. Gemeinsames Tanzen und Singen stand ebenso stets hoch im Kurs, wie eine Partie Netzball.

In diesen Stunden lernte man gegenseitig viel voneinander, ohne die jeweilige Sprache zu sprechen. Die Damen sprechen das vor Ort übliche Luganda und andere Dialekte.

Im Rahmen unserer Unterstützung erhalten die Frauengruppen zudem Unterstützung ähnlich dem Prinzip von Mikrokrediten. Ein Ziel ist, dass sie sich langfristig immer besser selbst organisieren und z.B. auf Märkten ihre eigenen Produkte verkaufen, neues Saatgut kaufen und weitere Investitionen selbstständig tätigen. Jeweils zwei Frauen (die Chair-Women) aus den Gruppen verwalten das Geld.

Eine bunte Anzahl von Hühnern und Hausschweinen komplettiert das Leben der bewundernswerten Damen, die sich meist einmal in der Woche an einem festen Sammelplatz treffen und mit unserem Projektpartner Tony Wanyoike, dem ugandischen Initiator all dieser Hilfe, austauschen und beraten.

Jens Hirschfeld bringt den Damen seinen ganz eigenen Tanz bei
Die Frauen aus Bulyantete und Mayindo treffen sich regelmäßig
Es wird stets viel getanzt und gerne gesungen