Women's Empowerment Program - Hilfe zur Selbsthilfe

Die Frauen aus Bulyantete und Mayindo treffen sich regelmäßig
Beim Englisch lernen mit Hopeline Germany Gründer Jens Hirschfeld

Die Frauengruppen von Bulyantete und Mayindo

In den Frauengruppen der etwas abgelegenen Bezirke von Bulyantete und Mayindo trifft man auf bemerkenswerte Menschen. Mit viel Demut, Energie, Freude und Geschick bewältigen sie ihren zum Teil harten Alltag. Das ringt höchsten Respekt ab.

Sie leben mit ihren Kindern im Hinterland des Buikwe District und müssen oft lange Fußmärsche auf sich nehmen, um Lebensmittel oder Medikamente zu bekommen. Deshalb bewirtschaften sie ihre eigenen Felder und ernten zum Beispiel Süßkartoffeln, Mais, Bohnen, Maniok oder Erdnüsse. Von ihren Ehemännern können die Wenigsten auf Hilfe oder Unterstützung hoffen.

Soforthilfen in Corona-Zeiten, Brunnenbau, Nähmaschinen & vieles mehr

Im August und September 2020 haben wir 2.000 Euro an Corona-Soforthilfe gesandt. Dadurch wurden Masken, Medizin und Hygieneartikel beschafft. Siehe auch Fotodoku auf Facebook an dieser Stelle.

Mit unserer Hilfe wurde zudem zu Beginn des Jahres 2020 ein Trinkwasserbrunnen errichtet. Mit vier durch uns finazierte Nähmaschinen produzieren die Frauen Kleidung für sich selbst und nähen Schuluniformen für eine umliegende Schule.

Wir konnten die Gruppen unter anderem mit 4 Nähmaschinen unterstützen
Damit werden zum Beispiel Schuluniformen genäht

Im Rahmen eines Freiwilligenprogrammes 2014 stand Hopeline Germany Gründer Jens Hirschfeld zusammen mit den Frauen hart arbeitend in den Feldern oder hat Steine für den Bau eines Brunnens oder Holz für den Bau einen Hühnerstalls geschleppt. Dabei merkte er, wie hart tagtäglich gearbeitet wird, um sich und seinen Familien eine Lebensgrundlage zu verschaffen.

Jens versuchte sich in ihrer bewundernswerten Kunst des Flechtens, kochte mit ihnen, lehrte etwas Englisch und beantwortete Fragen zu seinem Leben in Europa. Gemeinsames Tanzen und Singen steht ebenso stets hoch im Kurs, wie eine Partie Netzball. In diesen Stunden lernt man gegenseitig viel voneinander ohne die jeweilige Sprache zu sprechen. Die Damen sprechen Luganda und andere Dialekte.

Sie sind zudem Teil eines Programms, das auf so genannte Mikrokredite baut. Ein Ziel ist, dass sie sich langfristig immer besser selbst organisieren und auf Märkten ihre eigenen Produkte verkaufen, neues Saatgut kaufen und weitere Investitionen selbstständig tätigen. Jeweils zwei Frauen (die Chair-Women) aus den Gruppen verwalten das Geld.

Eine bunte Anzahl von Hühnern und Hausschweinen komplettiert das Leben der bewundernswerten Damen, die sich einmal in der Woche an einem festen Sammelplatz treffen und mit Tony Wanyoike, dem ugandischen Initiator all dieser Hilfe, austauschen und beraten.


 
Jens Hirschfeld bringt den Damen seinen ganz eigenen Tanz bei
Tee und Maniok für Gäste
Es wird stets viel getanzt und gerne gesungen